Der HSV Hamburg bleibt in der Handball-Bundesliga Spitzenreiter THW Kiel weiter auf den Fersen. Durch ein 37:25 (16:12) über den SC Magdeburg festigten die Hanseaten mit 16:2 Punkten Platz zwei hinter dem Titelverteidiger.
Bester Werfer der Gastgeber war vor 9351 Zuschauern Domagoj Duvnjak, der siebenmal traf. Für den Traditionsverein aus Sachsen- Anhalt war Bartosz Jurecki (6) am erfolgreichsten. Vor dem Spiel gedachten Spieler und Zuschauer mit einer Schweigeminute des Fußball- Nationaltorhüters Robert Enke, der sich am Vorabend das Leben genommen hatte.
Nur in der Anfangsphase des Spiels erwiesen sich die Magdeburger als gleichwertiger Rivale. Nach einem 1:4-Rückstand in der fünften Minute zog der HSV, gestützt auf einen glänzend aufgelegten Schlussmann Johannes Bitter und eine aggressive Abwehr, davon. Der Mannschaft von Trainer Martin Schwalb gelang damit die Rehabilitation für die erste Saisonniederlage vor einer guten Woche bei Frisch Auf Göppingen (35:36).
HSV-Bezwinger FA Göppingen tat sich dagegen beim 33:32 (15:16)-Erfolg beim neuen Schlusslicht HBW Balingen-Weilstetten unerwartet schwer. Der Tabellendritte (16:4) lag in der 38. Minute nur mit einem Tor vorn, zog dann davon. In der Schlussphase machten es die Balinger mit zwei Treffern in der letzten Minute noch einmal spannend, ohne aber dafür belohnt zu werden. Göppingens Weltmeister Lars Kaufmann war mit elf Treffern der Spieler der Partie.
Dran an der Spitzengruppe bleibt auch der TBV Lemgo. Der Ex-Meister kam vor allem dank des überragenden Weltmeisters Holger Glandorf (13 Tore) zu einem 31:28 (16:14)-Erfolg bei MT Melsungen. Mit 15:5 Punkten rückten die Ostwestfalen vorübergehend auf den vierten Tabellenplatz vor. Bester Schütze bei Melsungen war vor 2981 Zuschauern Alexandrios Vasilakis (7/3).